Die Hauptrunde der Saison 2024|25 neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Heute trafen die WILD WINGS bereits zum vierten und somit letzten Mal auf die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven. Cheftrainer Steve Walker erwartete im Vorfeld der Partie ein Low-Scoring-Game, das sich im Nachhinein jedoch als wahres Torfestival herausstellte. In einem kräftezehrenden Heimspiel, starteten die Pinguins gut in die Partie, doch die Neckarstädter präsentierten sich über weite Teile kaltschnäuziger sowie kreativer vor dem Kasten und gewannen am Ende verdient mit zwei Toren Abstand.
Der Spielverlauf:
Bremerhaven machte ab der ersten Minute einen druckvollen und präsenten Eindruck. Das Resultat: Nach gerade einmal sechs Minuten führten die Nordlichter mit 0:2. Die WILD WINGS waren folglich zu einer schnellen Reaktion gezwungen, um die Partie nicht bereits im ersten Drittel aus der Hand zu geben. Diese kam in Form des Anschlusstreffers zum 1:2. Doch dabei blieb es nicht, denn die Neckarstädter fanden kurz darauf zum zweiten Mal den Weg auf die Anzeigetafel und konnten so den Ausgleich erzielen. Während es den Nordlichtern daraufhin etwas an Durchschlagskraft mangelte, wiesen die Neckarstädter mehr Kreativität auf und konnten mit einem Doppelschlag in Führung gehen. Im zweiten Drittel behielten die WILD WINGS das Momentum vorerst auf ihrer Seite und machten da weiter, wo sie aufgehört haben. In der 24. Spielminute jubelte die Helios Arena somit bereits zum fünften Mal am heutigen Nachmittag. Geschlagen geben taten sich die Nordlichter allerdings nicht, denn mit ihrem doppelten Überzahlspiel konnten sie zumindest auf 5:3 verkürzen und daraus etwas Hoffnung schöpfen. Kaltschnäuziger vor dem Kasten und aufmerksamer in der Rückwärtsbewegung, ließen sich die WILD WINGS davon aber nicht beirren und stellten ihren 3-Tore-Vorsprung wieder her. Mit diesem Pausenstand gaben sich die Gäste hingegen nicht zufrieden, sodass das dritte Drittel mit einem Spielstand von 6:4 startete. In einer relativ ausgeglichenen Partie, starteten die Hausherren mit guten Abschlüssen in den Schlussabschnitt, verpassten es allerdings, frühzeitig den Deckel drauf zu machen. Stattdessen konnten die Pinguins mehr Offensivakzente setzen und ließen ein Last-Minute-Comeback bis zum Ende möglich erscheinen. Dieses blieb aber aus.
Die Highlights:
Minute 1: 22 Sekunden sind gespielt und die WILD WINGS kommen zum ersten Mal gefährlich in den gegnerischen Slot. Kyle Platzer kann die frühe Chance am Ende aber leider nicht vollenden.
Minute 2: Kurz darauf zeigen auch die Gäste ihren ersten guten Abschluss. Nicolas Appendino schließt von der Blauen ab und platziert die Scheibe direkt in der Fanghand von Joacim Eriksson.
Minute 4: Bremerhaven geht effizient in Führung. Mit viel Platz versenkt Rayan Bettahar das Hartgummi über die rechte Seite exakt im Winkel. 0:1…
Minute 6: Arkadiusz Dziambor verpasst unmittelbar vor der Linie und setzt die Scheibe wenige Zentimeter neben das Gestänge. In derselben Spielminute erhöhen die Pinguins auf 0:2. Auch Christian Wejse erhält am rechten Pfosten zu viel Platz und befördert die Scheibe aus kurzer Distanz ins Tor.
Minute 8: Schnelle und wichtige Antwort der Neckarstädter, die den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielen. Erneut ist es Ben Marshall, der den Assist auf seinem Konto verbuchen kann und die Scheibe aus der Distanz in die Gefahrenzone bringt. Dort hält der Torschütze Brett Ritchie die Kelle rein und bringt seine Mannschaft so auf die Anzeigetafel.
Minute 12: Powerplay Schwenningen und der Ausgleich zum 2:2! Kyle Platzer versucht es im ersten Anlauf über halbrechts. Alexander Karachun kann daraufhin den Rebound im Highslot verwerten und alles wieder auf Null stellen.
Minute 14: Und wieder schlägt das Überzahlspiel der Schwenninger zu, die erstmals am heutigen Nachmittag in Führung gehen. Mit viel Tempo nagelt Zach Senyshyn die Scheibe über die rechte Seite ins Netz. Der neue Spielstand lautet somit 3:2!
Minute 19: Dieses Mal fällt der Treffer im 5 gegen 5. Philip Feist setzt das Hartgummi unter die Latte und lässt Maximilian Franzreb keine Chance. 4:2, stark!
Minute 23: Die letzten Sekunden des Powerplays der Pinguins laufen: Der Schuss von Phillip Bruggisser aus der Distanz wird auf dem Weg Richtung Schwenninger Kasten jedoch geblockt.
Minute 24: Die Gastgeber machen da weiter, wo sie aufgehört haben. Sebastian Uvira bedient Zach Senyshyn, der über links abschließt und seinen Doppelpack schnürt, mit einem schönen Querpass. Während Franzreb im ersten Anlauf zur Stelle ist, muss sich der Bremerhavener Goalie im zweiten Versuch geschlagen geben. Die Scheibe fällt über die Maske ins Tor und beschert den WILD WINGS das 5:2!
Minute 26: Die Nordlichter geben sich allerdings noch nicht auf und versuchen, zurück ins Spiel zu finden: Jan Urbas nutzt das doppelte Überzahlspiel und netzt unhaltbar ein. Bremerhaven verkürzt somit auf 5:3!
Minute 34: Kaltschnäuziger und effizienter sind aber erneut die WILD WINGS. Tyson Spink stellt den 3-Tore-Vorsprung wieder her, wobei die Scheibe am Ende langsam über die Linie rutscht. Jeder Bremerhavener Schläger kommt zu spät und so steht es nach 34 Minuten 6:3.
Minute 38: Mit diesem Pausenstand geben sich die Gäste jedoch nicht zufrieden. Matthew Abt erzielt den 10. Treffer im heutigen Spiel und bringt mit dem Tor zum 6:4 die Führung der WILD WINGS wieder etwas zu bröckeln.
Minute 44: Brandon McMillan positioniert sich zentral im Slot und platziert die Scheibe in der Fanghand von Franzreb. Kurz darauf fahren die WILD WINGS einen schnellen Konter. Hauptakteur Kyle Platzer kann sein schönes Solo allerdings nicht verwerten und scheitert im letzten Moment am Schoner vom Bremerhavener Goalie, der einen Riesensave zeigt.
Minute 51: Big Save von Joacim Eriksson im eigenen Unterzahlspiel.
Minute 58: Phillip Bruggisser kann um ein Haar den Anschlusstreffer zum 6:5 erzielen. Von der Blauen kommt der wuchtige Schuss, der allerdings über dem Gehäuse landet.
Die Stimme zum Spiel:
Steve Walker
„Unser Start heute war nicht so gut. Wir haben die Scheiben zu leicht hergegeben, das war nicht unser Plan. Aber dann sind wir so ein bisschen ins Laufen gekommen. Heute war es dann eher doch ein High-Scoring-Game [schmunzelt]. Unser Powerplay hat uns dann so ein bisschen ins Spiel zurückgebracht. Das war nicht das typische Spiel, das wir eigentlich sehen wollen. Wir haben zu viele Strafen genommen und manchmal zu unsauber mit der Scheibe agiert. Auf der anderen Seite haben wir viele Scheiben zum Tor gebracht und sechs Tore gegen Bremerhaven zu erzielen, ist schon eine Hausnummer.“
Der Ausblick:
Nächste Woche warten wieder drei Spiele auf die Neckarstädter. Die englische Woche startet mit dem Duell gegen die Düsseldorfer EG, das am Mittwochabend, um 19:30 Uhr, im PSD Bank Dome steigt. Kommenden Freitag steht dann bereits der letzte Derbykracher gegen die Adler an. Um 19:30 Uhr fällt die Scheibe gegen den Lokalrivalen aus Mannheim.
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