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Ζ-Ι
(1:2) - (0:0) - (1:3)
29.03.2025, 23:00 Uhr

Devils schlagen Minnesota

Hischiers Hattrick verhilft New Jersey zum Sieg

Þ30 März 2025, 13:58
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New Jersey Devils

Die New Jersey Devils haben ihren jüngsten Road Trip mit einem positiven Erlebnis abgeschlossen und können gut gelaunt die Heimreise antreten. Die Mannschaft von Trainer Sheldon Keefe gewann am Samstagabend (Ortszeit) 5:2 bei den Minnesota Wild. Einen großen Anteil an dem Erfolg im Xcel Energy Center zu St. Paul hatte der Schweizer Kapitän der Gäste. Nico Hischier führte das Team mit seinem zweiten Hattrick in dieser Saison fast im Alleingang zum Sieg.

„So läuft das manchmal. Ich denke, an manchen Abenden springt dir der Puck einfach auf den Schläger. Und manchmal kann man machen, was man will und er geht einfach nicht rein. Ich bin froh, dass es heute funktioniert hat und dass ich dem Team helfen konnte“, meinte Hischier nach der Partie. Für den Briger, den die Devils im NHL Draft 2017 als ersten Spieler überhaupt gezogen hatten, war es der zweite Hattrick in seiner NHL-Karriere, beide gelangen ihm in dieser Saison. Den ersten in dieser Spielzeit hatte er am 25. November beim 5:2-Heimsieg gegen die Nashville Predators geschnürt. Hischier ist damit nach Teamkollege Timo Meier erst der zweite Schweizer in der Geschichte der NHL, der zwei Hattricks in einer Saison erzielt hat. Meier gelang das in der Saison 2021/22, damals noch im Trikot der San Jose Sharks. Und Hischier ist damit erst der dritte Akteur der Devils in den vergangenen 20 Jahren, dem zwei Dreierpacks in einer Saison gelangen. Vor ihm schafften Tyler Toffoli (2023/24) und Ilya Kovalchuk (2011/12) dieses Kunststück. Mit 33 Toren hat Hischier zudem auch jetzt schon eine persönliche Bestmarke aufgestellt, was Tore in einer Saison angeht.

Devils geraten nicht in Panik

Der Kapitän ging mit gutem Beispiel voran und brachte die Gäste bereits nach 29 Sekunden in Führung. Es war der perfekte Start für die Devils, die am Abend zuvor noch 0:4 bei den Winnipeg Jets unterlegen waren. Keefe lobte vor allem die Entschlossenheit seiner Mannschaft, die diese vom Start weg gezeigt habe. „Wir sind bei unserem Spiel geblieben, haben weiter attackiert und im dritten Drittel die Führung ausgebaut“, befand der Coach. Es sei vieles bei dem Auftritt dabei gewesen, was er gemocht habe. Darunter fiel selbstverständlich auch die Leistung seines Kapitäns. Vor allem aber, dass seine Schützlinge im Schlussabschnitt nicht in Panik geraten seien. „Es hat sich wie ein Playoff-Spiel angefühlt. Die Fans waren laut, es war sehr emotional, und es gab wenig Platz auf dem Eis“, meinte Keefe.

Von der Leistung in Winnipeg sei man enttäuscht gewesen, gestand auch Hischier. „Das wollten wir ändern. Wir hatten einen Spielplan, und den haben wir von Anfang an gut ausgeführt“, sagte der Briger. Paul Cotter baute mit seinem 16. Saisontor die Führung der Devils noch im ersten Drittel aus (6.). Die Gäste ließen sich auch vom Anschlusstreffer der Wild durch Marcus Foligno, der einen Schuss von Jared Spurgeon geschickt abfälschte, nicht aus der Ruhe bringen (17.).

Auch Markstrom glänzt

In einem torlosen Mitteldrittel verdiente sich bei New Jersey vor allem Torwart Jacob Markstrom Bestnoten. Er kam am Ende auf 22 Saves, zwölf davon verbuchte er alleine im zweiten Abschnitt. Es war der einzige, in dem die Wild, bei denen der Österreicher Marco Rossi ohne Scorerpunkt blieb, mehr Torschüsse hatten als der Gegner. Keefe bezeichnete Markstrom als einen emotionalen Anführer des Teams. Er hänge sich immer voll rein und sei gegen die Wild das Rückgrat der Mannschaft gewesen. „Man kann gar nicht genügend gute Dinge über ihn sagen. Er hat einen unglaublichen Job gemacht heute“, lobte auch Hischier den Keeper. Der gab das Kompliment artig an die gesamte Mannschaft zurück: „Jeder hat heute eine bessere Leistung als am Abend zuvor gezeigt. Da sind wir für ein paar Fehler hart bestraft worden. Heute waren wir vom ersten Bully an wirklich hungrig“, meinte der Schwede.

Fehler hatte sein Coach auch in der Partie gegen die Wild beim Team ausgemacht. Doch diesmal habe man diese entschlossen korrigiert. Diese Entschlossenheit zeigte bei den Feldspielern vor allem Hischier. Nach einem torlosen Mitteldrittel sorgte er im Schlussabschnitt mit dem 1:3 (44.) wieder früh dafür, dass sich die Nerven bei den Gästen beruhigen konnten. Das änderte sich auch nicht, als die Gastgeber gut zwei Minuten später durch Ryan Hartman im Nachsetzen noch mal den Anschluss schafften. „Das 3:1 war enorm wichtig. Nach dem 2:3 sind wir nicht in Panik geraten“, lobte Keefe. Erneut Hischier in Überzahl (55.) und Tomas Tatar (57.) sorgten in der Schlussphase für klare Verhältnisse.

Aufgabe erfüllt

„Das ist ein enorm wichtiger Sieg für uns. Für die Situation in der Tabelle, aber auch von der Moral und den Emotionen her“, meinte Devils-Verteidiger Jonathan Kovacevic. Jeder Spieler habe heute seine Aufgabe erfüllt. Das sei etwas, das man schwierig in Worte fassen aber in der Umkleidekabine spüren könne. Jeder sei für den anderen in die Bresche gesprungen. Auch Markstrom sprach hernach von einem wichtigen Sieg, den man nach dem Winnipeg-Spiel gebraucht habe. „Wir hatten uns vor dem Road Trip zum Ziel gesetzt, zwei Spiele zu gewinnen. Das haben wir geschafft. Das war heute eine richtige Schlacht, wie in den Playoffs. Es war ein guter Test“, befand der Torwart. Die Devils hatten zum Auftakt der Auswärtstour am Mittwoch 5:3 bei den Chicago Blackhawks gewonnen.

Die Devils haben durch den Erfolg in Minnesota Platz drei in der Metropolitan Division weiter gefestigt. Mit 85 Zählern haben sie noch sieben Punkte Rückstand auf die Carolina Hurricanes auf Rang zwei. Allerdings haben die Hurricanes drei Partien weniger ausgetragen als New Jersey. Nach hinten dürfte nichts mehr anbrennen. Sowohl die Columbus Blue Jackets als auch die New York Rangers haben jeweils zehn, die New York Islanders elf Punkte Rückstand. Aber vielleicht geht mit der Entschlossenheit, die die Devils in Minnesota an den Tag gelegt haben, noch was nach vorne. Zum Ausklang des Monats gibt es am Montag quasi die Revanche vom Samstag. Dann gastieren die Wild in Newark. Es ist der Auftakt der Schlussphase für die Devils in der regulären Saison. Von diesen sieben Spielen haben sie sechs zu Hause und müssen nur noch am vorletzten Spieltag in Boston antreten.

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