Vor nicht einmal zwei Wochen standen sich Adler und Wild Wings in der SAP Arena gegenüber, mit dem besseren Ausgang für die Adler. Wie es Schwenningen seitdem ergangen ist, betrachten wir in unserem Performance-Check.
Form: Tabellarisch stehen die Schwarzwälder noch immer auf Rang sieben, haben aber bei einer weniger ausgetragenen Partie inzwischen sechs Punkte Rückstand auf Platz sechs und nur sieben Zähler Vorsprung auf den elften Rang. In trockenen Tüchern ist die Playoff-Teilnahme zwölf Spieltage vor Hauptrundenende demnach noch nicht. Allerdings zeigt die Formkurve weiter nach oben, vor allem der 6:4-Erfolg gegen Bremerhaven am Sonntag war immens wichtig. Am Mittwoch gegen Düsseldorf reichte allerdings ein 3:0-Vorsprung aus dem ersten Drittel nicht, um drei Punkte einzufahren. Am Ende musste sich das Team von Cheftrainer Steve Walker mit 3:4 nach Penaltyschießen geschlagen geben.
Torhüter: Es bleibt dabei, dass Joacim Eriksson nicht ganz die Souveränität der vergangenen Jahre ausstrahlt. Natürlich gehört der 34-Jährige noch immer zu den stärkeren Schlussmännern der Liga, allerdings findet sich der Schwede nicht unter den Top zehn. Backup Michael Bitzer ist mit einer Fangquote von 88,64 Prozent und einem Gegentorschnitt von 3,11 nicht die gewünschte Absicherung.
Verteidigung: Mit 116 Gegentoren bewegen die Wild Wings sich auf demselben Niveau wie die Eisbären Berlin und gehören ligaweit zu den fünf Teams, die die wenigsten Gegentreffer kassiert haben. Ex-Adler Thomas Larkin und Ben Marshall geben der Defensivabteilung weiterhin das feste Gerüst, auch der frühere Mannheimer Arkadiusz Dziambor erledigt seinen Job zuverlässig. Jordan Murray ist mit vier Toren der erfolgreichste Schütze aus den Reihen der Defender.
Sturm: Zach Senyshyn steht mit 23 erzielten Treffer in der Ligawertung auf Platz zwei. Aber auch Tyson Spink ist mit 18 Toren äußerst gefährlich vor dem gegnerischen Tor. Grundsätzlich ist die Offensive recht breit und mit Alexander Karachun, Kyle Patzer, Sebastian Uvira, Mriko Höfflin und Tylor Spink auch tief besetzt. So können die Langzeitausfälle von Ken Andre Olimb und Phil Hungerecker kompensiert werden. Zuletzt fehlte auch Mat Puempel aufgrund einer Oberkörperverletzung.
Special Teams: Im Powerplay haben die Wild Wings in den vergangenen Wochen ordentlich zugelegt, die Erfolgsquote auf 19,23 Prozent gesteigert und in den jüngsten drei Begegnung vier Tore in numerischer Überlegenheit erzielt. Allerdings setzte es auch in all diesen Partien jeweils ein Gegentor mit einem oder zwei Mann weniger. Mit 81,43 Prozent ist die Tendenz des Unterzahlspiels leicht negativ, aber immer noch unter den Top sechs der Liga.