Wie schon im letzten Jahr stehen die Ratinger Ice Aliens im Finale der Regionalliga NRW den Eisadlern Dortmund gegenüber. Doch dieses Mal sind die Vorzeichen umgekehrt. Die Eisadler haben zuerst Heimrecht und sind bis auf eine Niederlage in Ratingen unbesiegt durch die Saison marschiert. Bei der einzigen Niederlage des Dortmunder Topfavoriten sah der Ratinger Kader noch ganz anders aus und die Ice Aliens konnten auf Förderlizenzspieler der Füchse Duisburg setzen, diese sind im Finale nicht dabei. Die starke Arbeit der Verantwortlichen in Dortmund hat auf und neben dem Eis Früchte getragen.
Die Zuschauerzahlen liegen weit über denen vieler Oberligavereine, neue Sponsoren wurden akquiriert und der Kader der letzten Saison wurde mächtig verstärkt. Ob u.a. mit Marko Brlic im Tor, der sich die Spiele mit Lennard Brunnert teilt, oder Mike Ortwein und erneut Marvin Cohut in der Abwehr sowie die Topstürmer Colin Long, Parker Saretksy, Marlon Polter, Ben Busch, Kevin Thau, Kevin Trapp und Martin Benes, in allen Mannschaftsteilen sind die Eisadler top besetzt.
Auch Cheftrainer Frank Gentges ist voll des Lobes über die Dortmunder Entwicklung: „Die Dinge außerhalb des Eises sind in Dortmund um Welten besser als bei allen anderen Regionalligisten und selbsterklärend muss sich daraus dann auch der entsprechende Kader ergeben. Zu diesen einzigartigen Gegebenheiten in der Regionalliga, die sich die Vereinsführung erarbeitet hat, kann man Dortmund nur gratulieren." Zum eigenen Personalstand gibt er ebenfalls ein kurzes Update: "Zu den Verletzten Tobias Brazda, Malte Hodi und Christoph Oster, sind im letzten Halbfinalspiel noch Eric Stephan und Giovanni Schönfeld verletzt ausgeschieden. Bei beiden steht die finale Diagnose noch aus.
Dazu ist Raphael Palmeira-Kerkhoff andauernd beruflich verhindert und nicht mehr entsprechend im Thema. Wir hatten die Woche 12 spielfähige Spieler im Training, somit können wir mit lediglich zwei kompletten Blöcken agieren." Die Ice Aliens hatten nach dem Meistertitel der letzten Spielzeit bisher eine Saison, die trotz guter Ergebnisse sehr holprig verlief. Einige Spieler haben vor und während der Saison die Ice Aliens verlassen (müssen) und der Kader wurde auch durch Verletzungen immer kleiner. Mit den nachverpflichteten Imports Ricards Birzins, Zane Schartz und Filipp Lavkov konnte der Kader im Rahmen der stark begrenzten Möglichkeiten zumindest quantitativ aufgefüllt werden.
Die Rollenverteilung in der Finalserie ist klar, aber die Ice Aliens fühlen sich in ihrem Part sehr wohl, haben sie schließlich das Saisonziel schon erreicht und nichts zu verlieren. Dies sieht auch Frank Gentges so: "Ich bin sehr stolz auf den kleinen Kader, mit dem erneuten Einzug ins Finale haben wir mehr als das Optimale in dieser Saison erreicht. Aber auch mit den noch verbliebenen Spielern werden wir unser Bestmögliches im Finale geben. Großen Dank auch an unsere Fans, die uns in den beiden Play-Off-Serien top unterstützt haben."
Quelle:
Ratinger Ice Aliens´97