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OT
Η-Ζ
(1:1) - (1:0) - (0:1) - (1:0 ОТ)
26.03.2025, 01:00 Uhr

Jets ziehen Gamewinner im Topspiel

3:2 Overtime Sieg gegen die Capitals

Þ26 März 2025, 12:02
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Winnipeg Jets

Diesem Duell hatten NHL-Fans lange entgegengesehnt: Mit den Winnipeg Jets und den Washington Capitals standen sich am Dienstag im Canada Life Centre die beiden Top-Teams der Western und Eastern Conference, die einzigen beiden Klubs mit über 100 Punkten sowie die beiden besten Mannschaften in der gesamten NHL gegenüber. Dieses Gipfeltreffen ging knapp mit 3:2 n.V. an Winnipeg. Nikolaj Ehlers erzielte den Siegtreffer in der Overtime, schoss die Jets damit in die Stanley Cup Playoffs und stahl Washingtons Alex Ovechkin die Show.

Zwischen „Schwergewichtskampf“ und „Schachspiel“

„Das war ein Schwergewichtskampf. Das war es wirklich“, sagte Jets-Trainer Scott Arniel. „Obwohl ein Team aus dem Osten und eines aus dem Westen kommt, war es, als würden wir achtmal im Jahr gegeneinander spielen. Es gab viel Trashtalk, es gab ein paar harte Checks, es war eine Menge los. Beide Teams wollten die Nummer 1 sein. Es war ein tolles Spiel, es ging Schlag auf Schlag über die gesamte Partie.“

„Ich denke, es war ein gutes Eishockeyspiel“, befand auch Capitals-Trainer Spencer Carbery. „Aber sie haben uns früh in die Enge getrieben, was bei einem Auswärtsspiel in dieser Arena durchaus zu erwarten war. Es war ein bisschen wie ein Schachspiel.“

Den finalen Zug machte Winnipeg in der Overtime. Ehlers startete einen Alleingang über den rechten Flügel, traf mit einem Laser-artigen Handgelenksschuss unter die Latte zum 3:2-Endstand n.V. (62.) und setzte Washington damit Schachmatt.

„Das war eine große Herausforderung für uns. Ich glaube, das werden die Jungs in der anderen Kabine auch sagen“, so Siegtorschütze Ehlers. „Wir haben heute richtig gut gespielt. Wir haben die Pucks tief gespielt, haben nachgearbeitet, viel Zeit in der Offensivzone verbracht und sie aus unserem Drittel herausgehalten. Das wollen wir auch gegen die Gegner zeigen, gegen die wir jetzt noch spielen, denn so wollen wir auch in den Playoffs auftreten.“

Winnipeg löst das Playoff-Ticket

Für die Stanley Cup Playoffs sind die Jets (49-19-4) dank des Sieges im Gipfeltreffen nun auch rechnerisch qualifiziert. Seitdem die reguläre Saison 82 Spiele umfasst, schafften sie die Qualifikation noch nie schneller in dieser Spielzeit (72 Spiele). Der bisherige Franchise-Rekord lag bei 75 Partien in 2017/18 und 2018/19. Winnipeg ist auch das erste kanadische Team seit 2018/19, das sich als erstes in einer Conference für die Playoffs qualifizieren konnte. Damals gelang das den Calgary Flames, die ihre Conference am Ende auch gewinnen konnten und bis heute die letzte Mannschaft auf Kanada sind, die das schaffte.

Die Capitals (47-15-9) haben bereits seit der Vorwoche das „X“ hinter ihrem Namen, was auf eine bereits erfolgte Playoff-Qualifikation hinweist.

Die Saison-Serie zwischen beiden Top-Teams ging mit 2-0 an Winnipeg, das sich zweimal in der Verlängerung durchsetzte (5:4 n.V. am 1. Februar, 3:2 n.V. am 25. März).

„Es war wie ein Playoff-Spiel. Es hatte diese Playoff-Mentalität, auch das Körperspiel. Das hat Spaß gemacht“, sagte auch Ovechkin.

Auch Arniel fiebert bei der „Gr8 Chase“ mit

Washingtons Kapitän hatte seine Mannschaft mit einem Schuss aus seinem „Wohnzimmer“ im linken Faceoffkreis im dritten Drittel auf 2:2 zurückgebracht (57.) und noch in die Overtime gerettet.

„Ab dem zweiten Drittel haben wir viele gute Chancen herausgespielt. Im dritten Drittel, nachdem wir in Rückstand geraten sind, konnten wir uns steigern und haben uns dafür belohnt“, sagte Ovechkin, der nun bei 889 NHL-Toren steht und nur noch sechs Treffer braucht, um den Allzeit-Tore-Rekord von Wayne Gretzky zu brechen.

„Ich bin froh, dass er das Tor geschossen hat und damit näher an den Rekord heranrückt“, sagte Arniel. „Das Gegentor hat mir natürlich nicht gefallen, aber er kommt damit näher an sein Ziel. Der Puck hat seinen Schläger so schnell wieder verlassen. Das meiste Spiel über konnten wir ihn in Schach halten, haben nicht viel zugelassen, nicht einmal im Powerplay. Wir waren eng an ihm dran. Er braucht nicht viel Zeit und Raum. Am Ende des Tages haben wir zwei Punkte geholt, was alles ist, worauf es ankommt.“

Jets zeigen keine Nerven

Zuvor hatten erst Josh Morrissey (7.) und später Mason Appleton (40.) die Jets in Führung geschossen. Die Capitals konnten durch Andrew Mangiapane (20.) und Ovechkin antworten.

„Manchmal kann so etwas sehr niederschmetternd sein, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass das bei unserer Mannschaft der Fall war“, sagte Appleton. „Wir hatten eine 2:1-Führung, manchmal lehnt man sich zurück und verteidigt sie ein wenig zu sehr, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass wir das getan haben. Ich denke, wir haben ein wirklich gutes Drittel gespielt, und als sie den ersten Treffer erzielten, hat sich unsere Einstellung nicht wirklich geändert. Dass Ehlers dann in der Verlängerung getroffen hat, war natürlich enorm wichtig.“

Ein positives Fazit zog nach dem intensiven Gipfeltreffen auch Carbery: „Ich war mit der Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, größtenteils zufrieden. „Wenn du gegen gute Teams spielst, die strukturiert sind und die nicht viel zulassen, dann wird ein Team irgendwann zusammenbrechen. Unser Team hat dabei das ganze Jahr über einen hervorragenden Job gemacht. Wir brechen nicht oft ein, sondern wir zwingen andere Teams dazu, weil wir einfach dranbleiben. Das haben wir heute Abend von beiden Teams gesehen.“

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