Es war das „Spiel der leuchtenden Herzen“, bei dem sich Adler und Pinguins zuletzt gegenüberstanden, mit dem besseren Ausgang für die Adler. Überhaupt gewann Mannheim alle drei Duelle gegen Bremerhaven, jeweils mit nur einem Tor Unterschied. Was sich in den vergangenen Wochen bei den Norddeutschen getan hat, durchleuchten wir in unserem Performance-Check.
Form: Lange gehörte Bremerhaven zum Spitzentrio der Liga. Nach den Problemen mit der Eisfläche inklusive Spielwertung für Ingolstadt und dem Verschieben einiger Heimpartien gab es ein Bruch im Spiel der Seestädter. Müßig zu spekulieren, welchen Anteil die jüngsten Verletzungen oder die CHL-Teilnahme haben. Fakt ist, dass Bremerhaven derzeit nur noch auf Rang fünf steht, vor Wochenfrist 1:2 gegen Augsburg verlor und in den sechs Partien zuvor nur sechs von 18 möglichen Punkten holte. Zumindest am vergangenen Freitag wurde Frankfurt klar mit 5:1 besiegt. Am Sonntag gab es in Iserlohn einen knappen 3:2-Auswärtserfolg. Faustpfand, um im Schlussspurt in der Tabelle nochmals Boden gutmachen zu können, könnten die bis zu zwei weniger ausgetragenen Partien sein. Mit derzeit 13 Punkten Vorsprung auf den Tabellensiebten aus Straubing sollte die direkte Viertelfinalqualifikation ohnehin in trockenen Tüchern sein.
Torhüter: Das statistisch beste Torhüterduo kommt weiter aus Bremerhaven. Kristers Gudlevskis überzeugt mit einem Gegentorschnitt von 1,90 und einer Fangquote von 93,04 Prozent, feierte zudem schon vier Shutouts. Maximilian Franzreb ist mit einem Gegentorschnitt von 2,21 und einer Fangquote von 92,36 Prozent ebenfalls ganz stark unterwegs. Wenig überraschend, dass die Pinguins ligaweit die beste Defensive stellen. Erst in ihrem 46. Spiel kassierten die Nordlichter ihren 100. Gegentreffer. Gleich fünf dieser Gegentore entstammen dabei der Spielwertung gegen Ingolstadt. Auch kurios: Rund ein Drittel der Gegentore fingen sich die Pinguins in den acht Partien zwischen Mitte Januar und Mitte Februar.
Verteidigung: Die Torhüter werden von ihren Vorderleuten sehr gut unterstützt. Keiner der Verteidiger weist eine negative Plus-/Minus-Bilanz auf, Phillip Bruggisser kurbelt mit acht Treffern und 28 Vorlagen die Offensive ordentlich mit an. Auch Nicholas B. Jensen und Matthew Abt arbeiten auf beiden Seiten des Eises vorbildlich. Allerdings fällt Anders Grönlund mit einer Unterkörperverletzung auf unbestimmte Zeit aus.
Sturm: Mit 143 Treffern zählt die Pinguins-Offensive zu den Top fünf der Liga. Einmal mehr beweist sich das Slowenen-Trio um Jan Urbas, Miha Verlic und Ziga Jeglic als Tore-Garant. Max Görtz und Ross Mauermann sorgen ebenfalls für Torgefahr und Christian Wejse ist ein ständiger Unruheherd vor dem gegnerischen Gehäuse. Mit Alex Friesen fehlt im Hauptrundenendspurt allerdings ein wichtiges Puzzleteil aufgrund einer Unterkörperverletzung. Auch bei Colt Conrad gibt es inzwischen Gewissheit. Der 27-jährige Kanadier, der nach einer Beinoperation in diesem Jahr noch überhaupt nicht zum Einsatz kam, wird nicht mehr rechtzeitig fit werden. Dominik Uher war zuletzt aus unbekannten Gründen ebenfalls nicht in der Aufstellung. Um Cheftrainer Alexander Sulzer wieder ein bisschen mehr Variabilität im Angriff zu geben, wurde kurz vor Trainsferschluss Marly Quince aus der Slowakei verpflichtet.
Special Teams: Der Powerplaywert ging über die vergangenen Wochen zurück, ist mit 26,40 Prozent Erfolgsquote aber nach wie vor unter den Top drei der Liga. Auch in Unterzahl mussten Federn gelassen werden, 81,74 Prozent Erfolgsquote in numerischer Unterlegenheit ist aber ligaweit noch immer der zweitbeste Wert.
Quelle:
Adler Mannheim