Die Starbulls Rosenheim traten am 47. Spieltag der DEL2 beim top aufgestellten Titelaspiranten Kassel Huskies an – und erkämpften sich mit einem 1:1 nach regulärer Spielzeit einen Punkt. Lukas Laub egalisierte noch vor der ersten Pause mit einem Überzahltreffer die frühe Führung der Hausherren. Die Grün-Weißen verteidigten effektiv, kämpften leidenschaftlich und konnten sich auf einen hervorragend aufgelegten Torwart Cody Porter Porter verlassen – der aber elf Sekunden vor Ende der Verlängerung doch noch ein zweites Mal hinter sich greifen musste.
Lukas Laub war auf Rosenheimer Seite trotz Krankheit unter der Woche mit dabei, Jannick Stein musste dagegen passen. Ludwig Nirschl, Tobias Beck und die Langzeitverletzten fehlten. Rückkehrer Stefan Reiter spielte im zweiten Sturm mit Charlie Sarault und Manuel Strodel. Das Tor der Starbulls hütete, wie angekündigt, Cody Porter.
Der erst vor knapp drei Wochen verpflichtete Porter präsentierte sich in seinem vierten Einsatz für die Starbulls in exzellenter Verfassung und strahlte Ruhe und Souveränität aus. Unterstützt wurde er von seinen taktisch clever verteidigenden Vorderleuten, die zwar viele Schüsse auf das Rosenheimer Tor zulassen mussten, darunter aber die deutlich Mehrzahl aus ungefährlichen Positionen. Einem allein auf ihn zufahrenden gegnerischen Stürmer sah sich der kanadische Goalie kein einzige Mal ausgesetzt.
Machtlos war Porter mit Anbruch der sechsten Spielminute. Hunter Garlent brachte sich mit einem raffinierten Move zur Mitte in beste Abschlussposition und versenkte unhaltbar im linken unteren Eck zur Führung der Hausherren. Erst 60 Minuten später war Porter ein zweites Mal machtlos. Luis Brune spielte mit Brandon Cutler Doppelpass und drückte elf Sekunden vor Ende der Overtime aus kurzer Distanz zum 2:1-Siegtreffer für Kassel ein.
Den Starbulls-Treffer, der zum Punktgewinn reichte, erzielte Lukas Laub im Powerplay in der 15. Minute. Nach Querpass von C.J. Stretch wuchtete der 2022 von den Huskies nach Rosenheim gewechselte Stürmer den Puck aus dem hohen Slot maßgenau in den rechten oberen Torwinkel. Dafür, dass es für Kassels Keeper Philipp Maurer überhaupt nichts zu halten gab, sorgte zusätzlich der am Torraum arbeitende Travis Ewanyk. Es war die zweite von insgesamt nur drei Rosenheimer Powerplaysituationen.
Insgesamt acht Unterzahlminuten überstanden die Starbulls ohne Gegentreffer. Die personell top besetzten und bestens aufgestellten Gastgeber kombinierten zwar oft schnell, sicher und variabel, die grün-weiße Defensive arbeitete aber auch mit einem Mann weniger taktisch perfekt und konsequent. Die wenigen gefährlichen der vielen Kasseler Abschlüssen wurden ausnahmslos und spätestens im Nachfassen zur Beute von Cody Porter.
Ende des ersten und Mitte des zweiten Spielabschnitts hatten die Starbulls die besten Gelegenheiten, selbst in Führung zu gehen. Ansonsten verpufften die Rosenheimer Entlastungsangriffe weitgehend ohne nennenswerten Torabschluss.
Fazit von Starbulls-Headcoach Jari Pasanen: „Es war ein spannendes Spiel. Respekt für meine Mannschaft, sie hat das Anrennen von Kassel gut gebremst, so wie wir wollten. Wir verteidigen mittlerweile sehr gut und das war unsere einzige Chance heute. Wir haben auf unsere Chancen gewartet – Konterchancen, Überzahlchancen, Offensivbullys. Ein Überzahltor haben wir geschossen. Wenn wir zwei Überzahltore schießen, dann gewinnen wir das Spiel – das war meine Prognose. Es war knapp. Unsere Unterzahl hat einen guten Job gemacht. Wir fahren nach Hause mit einem Punkt und damit bin ich zufrieden – und sehr stolz, was meine Jungs heute gemacht haben“,
Am Sonntag empfangen die Starbulls Rosenheim die Selber Wölfe. Spielbeginn im ROFA-Stadion ist um 17 Uh
Quelle:
Starbulls Rosenheim