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Ζ-Η
(1:0) - (1:0) - (0:2) - (0:0 ОТ) - (0:1 SO)
01.04.2025, 02:30 Uhr

Flames bleiben dank vierter Reihe im Rennen

Penaltysieg gegen die Colorado Avalanche

Þ01 April 2025, 09:00
Ғ128
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Calgary Flames

Die Calgary Flames haben am Montagabend in der Ball Arena in Denver einen Achtungserfolg gefeiert und mit 3:2 n.P. bei der Colorado Avalanche gewonnen. Alles sah nach einem Sieg für die Hausherren aus, dann aber kam die vierte Reihe der Gäste groß heraus und glich binnen 32 Sekunden im dritten Drittel aus.

Sonderlob für Backup Vladar

„Wir haben heute viel Energie von unserer vierten Reihe bekommen. Sie haben zwei enorm wichtige Tore erzielt“, lobte Flames-Trainer Adam Huska. „Sie haben heute den Unterschied ausgemacht. Genauso wie unser Torhüter, der heute auch richtig gut war.“

Gemeint war Dan Vladar, eigentlich der Ersatzmann hinter Dustin Wolf, der 28 von 30 Avalanche-Torschüssen entschärfte (93,3 Prozent Fangquote).

„In meinen vier Karriere-Jahren haben wir hier vielleicht einmal gewonnen. Es ist schön, diese Jungs hier endlich mal geschlagen zu haben“, freute sich Vladar. „Es ist offensichtlich, dass sie ein richtig gutes Team haben. Ich bin so stolz auf unsere Mannschaft und auf unsere Reaktion im dritten Drittel. Unsere Mentalität ist, zu glauben und glauben und glauben. Das ist alles was wir haben. Wir haben vielleicht nicht die stärkste Mannschaft auf dem Papier, aber ich glaube, dass wir tief in unseren Herzen die stärkste Mannschaft haben.“

Calgarys vierte Reihe glänzt

Das belegte Calgary trotz eines 0:2-Rückstands im dritten Drittel. Ryan Lomberg behielt im Durcheinander vor Colorados Tor die Übersicht, fand die freie Scheibe auf der blauen Farbe im Torkreis als erste und schob sie in Billard-Manier zum 1:2 über die Linie (51.). Für ihn war es der zweite Saisontreffer im 71. Spiel. Zuletzt hatte er am 17. Dezember 2024 getroffen.

„Natürlich fühlt es sich gut an, offensiv etwas beitragen zu können. Es ist schon eine Weile her“, strahlte Lomberg. „Wir wissen, was wir können. Wir wissen, dass wir jeden Gegner schlagen können, wenn wir richtig spielen. Es geht also darum, dieses Selbstvertrauen zu verinnerlichen. Gegen eine solche Mannschaft auswärts auf einen Zwei-Tore-Rückstand zurückzukommen war ein wichtig. Darauf können wir im weiteren Saisonverlauf aufbauen.“

Nur 32 Sekunden später rappelte sich Adam Klapka auf dem Eis auf, stürmte in Richtung Tor, erhielt einen Querpass von Lomberg und glich zum 2:2 aus (52.).

„Ich habe einen Check vor unserer eigenen Spielerbank zu Ende gefahren und gesehen, dass Lomberg in die Zone geht und seinen Gegenspieler mitzieht. Ich habe einfach versucht, so schnell wie möglich zum Tor zu skaten, er hat mir den Puck gegeben, ich habe ihn aufs Tor gebracht. Ganz einfach also - und er ist reingegangen“, freute sich der Tscheche über sein drittes Saisontor. „Wir haben einfach versucht, das zu tun, was wir tun sollen: Es einfach halten und zum Tor ziehen. Das gibt uns die Möglichkeit, zu treffen und wir haben davon Gebrauch gemacht. Ich bin froh, dass wir das Spiel gewinnen konnten.“

Damit kam die vierte Reihe der Flames mit Lomberg (1-1-2; +2), Kevin Rooney (0-1-1; +2) und Klapka (1-1-2; +2) kumuliert auf zwei Tore, fünf Punkte (2-3-5) und eine Plus-Minus-Bilanz von +6.

Colorado startet mit zwei Traumtoren, verliert am Ende trotzdem

Bis zum schnellen Doppelschlag der Flames sah eigentlich alles nach einem ungefährdeten Avalanche-Sieg aus. Cale Makar gab im ersten Drittel (10:6 Torschüsse) eine Kostprobe seiner Weltklasse, täuschte einen Schuss mit einer unwiderstehlichen Bewegung an und traf dann begünstigt durch die Sichtbehinderung von Jonathan Drouin per Handgelenkschuss zum 1:0 (17.). Es war sein 28. Saisontreffer, was seinen Karriere-Bestwert aus der Saison 2021/22 einstellte.

Im zweiten Durchgang (11:6 Torschüsse) tanzte sich Logan O’Connor erst durch Calgarys Verteidigung hindurch, dann Vladar aus und schob zum 2:0 ein (28.). Eine weitere Machtdemonstration der pfeilschnellen und spielstarken Mannschaft aus Denver.

„Wenn du im dritten Drittel eine Zwei-Tore-Führung hast, dann bist du in einer guten Ausgangslage. Du musst nur noch ein bisschen aufdrehen, um es zu Ende zu bringen“, haderte Avalanche-Stürmer Brock Nelson. „Wir haben weite Strecken dieses Spiels kontrolliert. Das darf uns nicht passieren, insbesondere nicht zu diesem Zeitpunkt in der Saison. Es geht darum, Spiele zu Ende zu bringen und zu gewinnen. Wir wissen, dass wir das beherrschen. Es geht aber um Energie und Konzentration.“

Vielleicht war sich Colorado im dritten Abschnitt (5:11 Torschüsse) zu sicher und verspielte den Vorsprung. Im Penaltyschießen traf Flames-Stürmer Yegor Sharangovic als einziger der insgesamt sechs Schützen und besorgte den Extra-Punkt für Calgary.

„Ich denke, wir haben heute nicht sehr gut gespielt. Unser Einsatz hat mir manchmal nicht gefallen“, kritisierte Avalanche-Trainer Jared Bednar. „Mir gefiel nicht, wie wir während des Spiels verteidigt haben, und dann hatten wir wieder Probleme mit dem Toreschießen. Ich bin also nicht wirklich zufrieden mit der Art und Weise, wie wir heute gespielt haben.“

Flames halten Playoff-Rennen spannend

Calgary (35-26-12) holte fünf Siege aus den letzten sieben Spielen und verkürzte den Rückstand auf die St. Louis Blues, die den zweiten Wildcard-Spot in der Western Conference halten, auf fünf Punkte. Zudem haben die Flames zwei Partien weniger absolviert.

Colorado (45-26-4) baute seine Heim-Punkteserie zwar auf 25 Spiele aus, verlor zuletzt aber zweimal in Folge und droht das Heimrecht in der ersten Runde der Stanley Cup Playoffs im Fernduell mit den Dallas Stars angesichts von acht Punkten Rückstand auf die Texaner zu verlieren.

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