Am Sonntagabend trafen die Schönheider Wölfe auswärts in Hessen auf die Luchse Lauterbach zu Spiel 4 der Playoff-Halbfinalserie in der Regionalliga Ost. Nach dem hart erkämpften Overtime-Sieg der Wölfe am Samstag im heimischen Wolfsbau, hatten die Erzgebirger einen Matchpuck und konnten mit einem weiteren Sieg den Einzug ins Finale sichern. Lauterbach hingegen stand unter Druck und musste unbedingt gewinnen, um die Saison zu verlängern und nicht in die Sommerpause zu gehen. Die Luchse zeigten vor 498 Zuschauern, darunter rund 50 mitgereiste Wölfefans, allerdings eine starke Reaktion und gewannen das Spiel deutlich mit 7:1-Sieg (1:0, 3:0, 3:1). Somit gleichen die Luchse die "Best-of-Five"-Serie zum 2:2 aus, was zu einem alles entscheidenden Showdown am kommenden Dienstag, den 18.03.25, um 19:00 Uhr im Wolfsbau führt.
Im ersten Drittel gestaltete sich das Spiel zunächst ausgeglichen. Beide Teams spielten engagiert und versuchten, die Kontrolle über das Geschehen zu erlangen. Die Wölfe, die sich am Vortag über 60 Minuten und in der Overtime viel abverlangt hatten, kämpften um den wichtigen Führungstreffer, blieben vor dem gegnerischen Tor jedoch glücklos. In der 16. Minute gelang es schließlich Julius Kranz, die Gastgeber in Führung zu bringen und Lauterbach mit 1:0 in Front zu schießen. Trotz Chancen auf den Ausgleich fehlte den Wölfen die letzte Konsequenz vor dem gegnerischen Tor, sodass es mit dem Rückstand in die erste Pause ging.
Das zweite Drittel wurde für die Schönheider Wölfe deutlich schwieriger. Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Andre Bruch in der 22. Minute auf 2:0 für Lauterbach. Die Wölfe zeigten sich zunehmend defensiv anfällig und leisteten sich zu viele individuelle Fehler. In der 31. Minute erzielte Tobias Schwab das 3:0 und nur vier Minuten später nutzte Andre Bruch bei angezeigter Strafe gegen die Wölfe die Gelegenheit, um mit seinem zweiten Treffer des Abends das 4:0 zu markieren. Die Wölfe agierten zu in dieser Phase zu kompliziert und fanden keinen Weg, dem Offensivdruck der Luchse standzuhalten.
Im letzten Drittel verlegte sich das Team von Wölfe-Trainer Sven Schröder darauf, seine Kräfte für das entscheidende Spiel 5 am Dienstag zu schonen. Daher wurden einige Stammspieler, darunter auch Torhüter Niko Stark, geschont. Lukas Kreller übernahm im Tor, während die Luchse das Spiel weiter dominierten. Tobias Schwab (46.), Maximilian Pohl (48.) und Philipp Maier (49.) erhöhten innerhalb weniger Minuten auf 7:0 und machten damit endgültig alles klar. In der 51. Minute gelang den Wölfen wenigstens der Ehrentreffer. Arthur Schwabe traf in doppelter Überzahl zum 7:1-Endstand.
Nun entscheidet sich im alles entscheidenden Spiel 5 am Dienstag, den 18.03.25, um 19:00 Uhr im Wolfsbau, ob die Schönheider Wölfe ins Finale einziehen oder frühzeitig in die Sommerpause gehen müssen.