Was derzeit bei den Crocodiles Hamburg passiert, beschreibt die aktuelle Situation am besten. Nachdem das erste Playoff-Spiel gegen Timmendorf verloren ging und man dann in Timmendorf gewann, kam es nun zum Showdown. „Das ist Wahnsinn, du spielst mit meinen Gefühlen“, so oder so ähnlich müssen sich die meisten der 1955 Zuschauer im Eisland Farmsen am Freitagabend gefühlt haben.
Vor ausverkauftem Haus wurde das entscheidende Spiel "Do or Die" ausgetragen. Nachdem alle ihre Plätze eingenommen hatten, ging es auch auf dem Eis heiß her. Für beide Mannschaften stand viel auf dem Spiel. In der 12. Minute brachte Leo Prüßner die Halle zum Kochen. Auf Vorlage von Maksym Andriienko und Kevin Grasmik erzielte unsere Nummer 78 das 1:0. Die Halle war da und feuerte die Mannschaft an. In der 16. Minute dann der Dämpfer, als Tom Danneker zum 1:1 ausgleichen konnte. Mit einem gerechten 1:1 ging es in die erste Pause. Das Spiel war im Vergleich zum letzten Sonntag wenig von Strafen geprägt. In der 30. Minute dann der Schock für die Crocodiles als Brett Mennear den Puck zum 1:2 im Tor versenkte. Das 2. Drittel verlief dann ohne weitere Ereignisse. Trainer Jacek Darowski heizte die Mannschaft nochmals an und dies sollte auch zum Erfolg führen.
In der 41. Minute fasste sich Tobi Bruns ein Herz und brachte die Crocos zurück ins Spiel. Beflügelt von diesem Treffer ging der Sturmlauf weiter und so war es Leo Prüßner, der mit seinem zweiten Treffer des Abends die Crocodiles in Führung brachte. Die meisten Fans dachten schon, das Spiel sei gelaufen, doch Timmendorf konnte noch einmal zurückschlagen und im Powerplay durch Norman Martens zum 3:3 ausgleichen. Als alle schon mit einem vierten Drittel rechneten, war es Maksym Andriienko, der auf Vorarbeit von Matej Morong und Filip Kriz das entscheidende 4:3 erzielte. Als die Schlusssirene ertönte, gab es nur noch Jubel auf den Rängen. Was für ein Erfolg. Damit hatte zu Beginn der Saison niemand gerechnet.
An dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an den CET für diese wirklich spannende Serie, eine schöne Sommerpause.
Damit ist der Halbfinalgegner gefunden. Der Adendorfer EC hieß der Gegner für die nächste Runde. Als klarer Außenseiter fuhr man nach Adendorf. Aber Moment mal, hatte man nicht schon zweimal in Adendorf gewinnen können diese Saison? Nach dem Spiel am Freitag dachten wohl die meisten Adendorfer, dass dies eine leichte Aufgabe werden würde. Doch auf Seiten der Adendorfer fehlten einige Spieler. Mit gut 200 Hamburgern im Rücken ging es dann in das erste Halbfinalspiel der Serie.
Das Abtasten dauerte nicht lange und so war es Tobias Bruns, der in der 9. Minute das erste Tor des Abends erzielen konnte. Allen war heute klar, dass das Spiel über die Abwehr und die Torhüter entschieden wird. Mit der 0:1 Führung der Crocodiles ging es in die erste Pause des Abends. Adendorf voll im Angriffsmodus feuerte Schuss um Schuss auf das Gehäuse von Riku Lindroos. In der 28. Minute erhöhte Maksym Andriienko auf 0:2 für die Gäste. Der Druck der Adendorfer nahm massiv zu. In der 50. Minute machte Filip Kriz alles klar und schoss die Crocos zum 0:3. Kleiner Wehrmutstropfen, dass Adendorf in der 55. Minuten durch Ahlgren noch auf 1:3 ran kam. Am Ende brachte auch der Treffer nichts mehr und der Sieg geht nach Hamburg zu den Crocodiles.
Die Mannschaft und auch die Fans waren aus dem Häuschen und feierten noch lange nach Spielende mit der Mannschaft.
Quelle:
Crocodiles Hamburg