Die erste sogenannte englische Woche liegt nun hinter dem weiß-blauen Team. Freitag hatte das Heimspiel gegen Memmingen einige Körner und Nerven beim Trainerteam gekostet, auch wenn am Ende ein torreiches 8:5 rauskam. Am Sonntag gab es den Auftritt beim direkten Tabellennachbarn in Höchstadt und letzten Dienstag waren die Lindau Islanders in Garmisch-Partenkirchen zu Gast. Die Bilanz dieser drei Spiele: Unter dem Strich eher gemischt, die Siegesserie fand in Höchstadt ein jähes Ende und auch am Dienstag gegen Lindau zogen die Mannen von Coach Hunor Marton den Kürzeren.
Der Blick richtet sich nach vorne, denn bereits morgen startet die nächste englische Woche für die Weiß-Blauen. Die Passau Black Hawks sind am Freitag, den 31. Januar um 20 Uhr im OEZ zu Gast, am Sonntag folgt das Auswärtsspiel bei den Bietigheim Steelers und nächste Woche Dienstag um 20 Uhr kommt es zum nächsten kleinen Derby gegen den EC Peiting in Garmisch-Partenkirchen. Für die Spieler des SCR ist die Vielzahl der Spiele nicht gleichbedeutend mit einer großen Umstellung der Abläufe, wie es Lubor Dibelka beschreibt: „Die ganze Woche weiß ich eigentlich nicht, gegen wen wir spielen (lacht), einen Tag davor erfahre ich dann, wo und gegen wen wir am nächsten Tag spielen. Es spielt auch keine Rolle, gegen wen wir spielen, egal ob es jetzt Passau oder Bietigheim ist, ich bereite mich immer gleich für ein Spiel vor. Wenn wir viele Spiele hintereinander haben, wie zum Beispiel in einer englischen Woche, dann mache ich nach dem Spiel nichts und versuche zu regenerieren. Dazu gehört gutes und gesundes Essen und auch guter und ausreichender Schlaf.“
Lubor Dibelka gilt als ein Musterprofi, er achtet auf seinen Körper wie kaum ein zweiter. Seit 23 Jahren spielt der gebürtige Tscheche nun im Profieishockey. Es gibt einige Beispiele für Profis im Eishockeysport, die noch im hohen Sportleralter Großes geleistet haben. Ein unerreichbares Beispiel dürfte Gordie Howe sein: Der Kanadier spielte noch mit 52 Jahren im NHL AllStar Game und lief zum Ende seiner imposanten Karriere zusammen mit seinen beiden Söhnen für die Hartford Whalers in der besten Liga der Welt, der National Hockey League, auf.
Auch für unsere Nummer 57 wäre das ein Ziel und ein Traum zugleich: „Mein Sohn Lucas war beim SCR in der Jugend und ist seit dieser Saison bei den Jungadlern Mannheim. Er hatte bisher eine gute Ausbildung und hat sich in Mannheim nochmal weiterentwickelt. Natürlich wäre es schön, wenn wir eines Tages in einem Team spielen könnten. Es würde mich stolz machen und für meinen Sohn wäre es vielleicht auch cool, mit seinem Papa aufs Eis zu gehen.“
Ob es Lubor Dibelka ähnlich lange wie Howe macht, das hängt von einigen Faktoren ab und auch ein Versprechen spielt eine Rolle: „Wichtig ist, dass ich immer gut trainieren kann und dann auch entsprechend gut regeneriere. Eishockey muss mir Spaß machen und ich muss fit sein. Die Knieverletzung im letzten Jahr und die längere Krankheit in dieser Saison haben mich wirklich Zeit gekostet. Aber ich will noch spielen und solange Eishockey mir Spaß macht und der Körper mitspielt, bin ich dabei. Eine große Motivation für mich ist natürlich auch, einmal mit meinem Sohn aufzulaufen. Meinem Papa, der leider viel zu früh verstorben ist, habe ich außerdem etwas versprochen und das möchte ich erfüllen.“
Die nächste Möglichkeit um Lubor Dibelka und die Weiß-Blauen live in Aktion zu sehen, ist bereits am Freitag, den 31.01.25, um 20 Uhr im Olympia-Eissportzentrum gegen die Passau Black Hawks.