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OT
Ζ-Ε
(0:1) - (0:0) - (1:0) - (1:0 ОТ)
25.02.2025, 01:30 Uhr

Jets feiern zehnten Sieg in Serie

Winnipeg gewinnt in der Overtime gegen San Jose

Þ25 Februar 2025, 10:05
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Winnipeg Jets

Die Winnipeg Jets sind nicht zu stoppen! Am Montagabend gewann Winnipeg im heimischen Canada Life Centre knapp und denkbar spät mit 2:1 n.V. gegen die San Jose Sharks. Dabei bauten die Jets ihre Siegesserie auf zehn Spiele aus.

Winnipeg beweist einen langen Atem

Bis 26 Sekunden vor Schluss sah alles nach einem Sieg der Sharks aus. Die Jets hatten bereits ihren Torhüter Connor Hellebuyck (17 Saves, 94,4 Prozent Fangquote) für einen zusätzlichen Stürmer vom Eis genommen, als ein gescheiterter Klärungsversuch von San Jose vor der Kelle von Winnipegs Offensivverteidiger Josh Morrissey landete. Dieser fackelte nicht lange und fasste die freie Scheibe am linken Flügel mit einem Direktschuss ab, der sich durch den Verkehr zum 1:1 ins Ziel bohrte (60.).

„In unserer Mannschaft gibt niemand auf“, betonte Morrissey. „Egal ob heute Abend oder in den Playoffs oder wann auch immer, wir bleiben einfach dran. Wir haben eine Menge guter Dinge getan, ihr Torwart hat gut gespielt, sie haben wirklich hart verteidigt. Es hat eine Weile gedauert, aber schlussendlich haben wir sie geknackt. Schön, dass wir gewonnen haben.“

In der Verlängerung machten die Jets dann Nägel mit Köpfen. Nach einem Schuss von Nikolaj Ehlers stand Mark Scheifele goldrichtig und staubte zum OT-Sieg ab (62.).

„Das hat Spaß gemacht. Die Arena hat gerockt“, freute sich Scheifele. „Ihr Torhüter hat das ganze Spiel überragend gehalten. Wir haben 59 Minuten und 30 Sekunden gebraucht, um ihn zu überwinden. Das war ein wichtiger Sieg.“

Gemeint war Sharks-Goalie Vitek Vanecek (33 Saves, 94,3 Prozent Fangquote), der die Jets genau genommen 59:34 Minuten schier zur Verzweiflung gebracht hatte. Alleine Vladislav Namestnikov (fünf Torschüsse), Kyle Connor (vier), Gabe Vilardi und Adam Lowry (beide drei) probierten es mindestens dreimal. 14 von 18 Feldspielern gaben mindestens einen Torschuss ab. Darunter auch der Schweizer Power Forward Nino Niederreiter (zwei Torschüsse, ein Check, 13:08 Minuten Eiszeit).

„Es ging einfach nur darum, durchzuhalten“, analysierte Jets-Trainer Scott Arniel. „Wir hatten so viele Chancen, Pfostentreffer und Vitek hat einige tolle Paraden gezeigt. Aber am Ende des Tages haben wir nicht aufgegeben und sind einfach drangeblieben.“

Scheifele stellt neuen Franchise-Rekord auf

Besonders süß war Scheifeles Siegtreffer in der OT. Für den 31-jährigen Kanadier bedeutete es Saisontreffer Nummer 32, wodurch er Sam Reinhart (Florida Panthers; 31 Tore) und Brayden Point (Tampa Bay Lightning; 31 Tore) überholte und hinter Leon Draisaitl (Edmonton Oilers; 42 Tore) und William Nylander (Toronto Maple Leafs; 33 Tore) nun der drittbeste Torjäger in der gesamten NHL ist.

Mehr noch: Mit seinem insgesamt 329 Treffer für Winnipeg stellte er einen neuen Franchise-Rekord auf und ist vor Ilya Kovalchuk (228 Tore) nun der beste Jets-Torjäger aller Zeiten.

Der Center punktete in drei Spielen in Folge (1-3-4) und ist auf Kurs für ein Karriere-Jahr. Behält Scheifele sein Scoring-Tempo bei, käme er zum Ende der regulären Saison hochgerechnet auf 82 Spiele auf satte 92 Punkte (45-47-92), was eine persönliche Bestmarke bedeuten würde.

Jets sind nicht zu stoppen

Damit hat er einen großen Anteil an Winnipegs Erfolg in dieser Saison. Die Jets (10-0-0) feierten den zehnten Sieg in Serie und zählen damit zu den drei Teams mit einer zweistelligen Anzahl an gewonnenen Spielen in Siegesserien seit der letzten Saison. Sonst gelang das nur den Edmonton Oilers (16-0-0) und New York Rangers (10-0-0). Es ist sogar das erste Mal in der NHL-Geschichte, dass ein kanadisches Team in aufeinanderfolgenden Spielzeiten eine Siegesserie mit mindestens zehn Siegen starten konnte.

Winnipegs letzte Niederlage war am 20. Januar gegen den Utah Hockey Club (2:5). Auch war es der 19. Comeback-Sieg der Jets in der laufenden Saison, was den Top-Wert zusammen mit den Washington Capitals darstellt.

Die Jets (41-14-3) sind mit 85 Punkten in der Pole Position auf der Jagd nach der Presidents‘ Trophy für das beste Team der Hauptrunde. Schritt halten können nur die Washington Capitals (38-11-8, 84 Punkte).

Sharks im freien Fall - Sturm ist zurück

Die Sharks (15-36-8) befinden sich nach sechs Niederlagen in Folge (0-4-2) dagegen im freien Fall und haben zwölf ihrer letzten 13 Spiele verloren (1-10-2).

„Natürlich wollten wir das Ding nach Hause bringen, bei noch 25 Sekunden oder wie lang auch immer das noch war“, ärgerte sich Vanecek. „Aber so ist Hockey, du weißt nie, was passiert. Ich finde, die Jungs haben richtig gut gespielt, auch ich habe versucht, die Führung zu halten, also war es ein gutes Spiel von uns.“

Hoffnung auf das Ende der Durststrecke hatte William Eklund gesät, der nach Querpass von Macklin Celebrini mit einem fulminanten Direktschuss im Powerplay zum zwischenzeitlichen 1:0 getroffen hatte (16.).

„Wir bewegen uns schnell im Powerplay. Sie haben ein paar talentierte Spieler, also mussten wir es schnell halten, um Chancen zu bekommen“, so Eklund. „So müssen wir weiterspielen.“

Mit Nico Sturm (15:38 Minuten Eiszeit, zwei Torschüsse, drei Checks, zwei Blocks, 55,6 Prozent gewonnene Faceoffs) kam auch ein Deutscher für San Jose zum Einsatz. Der 29-jährige Augsburger gab in beiden Back-to-Back-Spielen sein Comeback (am Sonntag setzte es eine 2:3-Niederlage bei den Calgary Flames) nach über einem Monat Verletzungspause.

„Wir haben so gespielt, wie wir spielen wollten“, sagte Sharks-Trainer Ryan Warsofsky. „Ich spreche unserer Mannschaft ein großes Lob aus. Sie hat in jeder Phase extrem hart gearbeitet und die Dinge umgesetzt, die wir heute Morgen besprochen haben. Die Niederlage ist ein Schlag in die Magengrube. Ich bin sehr enttäuscht, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben, aber ich bin sehr, sehr stolz auf unsere Mannschaft. Wir hatten Back-to-Back-Spiele, sind gestern Abend spät angekommen und haben gegen das wohl beste Team der Liga eine solche Leistung erbracht, das muss man meiner Mannschaft hoch anrechnen.“

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