Florian Krumpe und Niko Fissekis fielen aus, dafür wurde der Tölzer Kapitän Sandro Schönberger am Sonntagabend von einer Delegation aus Straubing angefeuert! Rund 120 Fans aus Niederbayern fanden den Weg in die Hacker-Pschorr Arena und hatten sogar noch ein Gastgeschenk im Gepäck: auf dem Eis wurde ein Scheck über 600€ für den Tölzer Nachwuchs übergeben. Wir sagen herzlichen Dank!
Das Spiel, das die Löwen mit 2:1 (1:0, 1:0, 0:1) vor 1603 Zuschauern gewinnen konnten, war an Spannung kaum zu überbieten.
Das Spiel gegen die Steelers begann mit einem Pfostenkracher durch Bastian Eckl. Direkt im Anschluss musste Chris Kolarz, der am Ende bei einer unglaublichen Fangquote von 96,2% stand, im Löwentor bei einem Angriff gegen zwei Bietigheimer seine besten Reflexe auspacken. Dann kamen die Löwen besser ins Spiel und gingen mit einem ihrer ersten Torschüsse in Führung. ECT-Rekordspieler Christoph Fischhaber schlenzte von der blauen Linie in Richtung Tor, wo der Puck ohne Sicht für Olafr Schmidt einschlug (3.). Die Buam spielten mutig und waren dem Favoriten absolut ebenbürtig. Ein Powerplay nach rund 10 Minuten verflog bis auf einen Schuss von Egils Kalns ohne Wirkung. Vor dem Tor blieben die Löwen im Anschluss oft zu verspielt.
Das zweite Drittel begann mit einem Powerplay für die Steelers, das die Löwen mit viel Leidenschaft verteidigten. Als die zwei Minuten rum waren, bekam Marc Schmidpeter die Scheibe und eilte der Steelers-Abwehr davon. Mit einem präzisen Schuss über den Schoner erhöhte der Stürmer auf 2:0 (23.). Den Rest des zweiten Abschnitts verbrachten die Löwen größtenteils im eigenen Drittel. Die Steelers umkreisten das Tor und versuchten, Kolarz zu überwinden. Der Goalie und seine Vorderleute blockten jedoch viele Schüsse und konnten immer wieder Nadelstiche setzen. Der einzig nennenswerte Abschluss der Buam passierte wenige Sekunden vor der Sirene. Schmidt war durch einen Schuss von Philipp Schlager außer Position, der Nachschuss von Klemen Pretnar traf dann den liegenden Goalie, sodass der Puck Zentimeter am rechten Pfosten vorbei rutschte.
Im letzten Spielabschnitt konnten die Steelers im Powerplay den Anschlusstreffer erzielen. Ein Schuss von der blauen Linie von Pawel Dronia zappelte im Netz (45.). Die Luft wurde dünn für die Buam, auch im nächsten Powerplay war es Kolarz zu verdanken, dass kein weiterer Treffer fiel. Die Löwen konnten ebenfalls nochmal in Überzahl agieren, blieben jedoch ohne Torerfolg. Es wurde brutal eng, die Zeit lief für Bad Tölz. Die Luft knisterte vor Spannung und die letzten beiden Minuten brachen an. Alexander Dück brachte den sechsten Feldspieler, musste Schmidt dann allerdings wieder zwischen die Pfosten schicken, da sein Team eine Strafzeit nahm. Damit war die Messe gelesen und die Buam konnten sich über drei wichtige Punkte im Kampf um die direkten Playoffplätze freuen!
Das nächste Spiel ist bereits am Dienstag in Passau. Daheim geht es am Freitag um 19:30 Uhr gegen die Stuttgart Rebels!
Quelle:
Tölzer Löwen